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Index
Heilung von Diabetes Typ I durch Xenotransplantation
Heilung von Diabetes Typ I durch Xenotransplantation
Unter Xenotransplantation versteht man die Transplantation von artfremden Organen auf den Menschen. Das bringt die Schwierigkeit mit sich, dass gegen solche Organe heftige Abwehrreaktionen des Immunsystems eingeleitet werden. Unterdrückt man diese, so ist der Mensch natürlich extrem anfällig gegen alle anderen Arten von Krankheiten.
Die Abwehrreaktionen werden ausgelöst durch Kohlenhydrate, die auf den Zelloberflächen an Membranproteine gebunden sind. Damit Galactose an Zelloberflächen der Organe bei Schweinen gebunden werden kann, ist ein Enzym notwendig (a-1-3-Galactosyltransferase), das die Reaktion katalysiert.
Dieser Zucker für bei Transplantation auf den Menschen zu einer extrem heftigen Abwehrreaktion, die innerhalb von Minuten eintritt und die Gefäße in dem transplantierten Organ zerstört.
Am 2. Januar dieses Jahres meldete die Presseagentur Austria, dass die Firma PPL-Therapeutics, die auch das geklonte Schaf Dolly hergestellt hatte, fünf weibliche Knock-out-Schweine hergestellt hat
(s. knock-out-Mäuse),
dem dieses Gen fehlt, und dass es gelungen sei, dieses Schwein zu klonen
(s. Klonierung).
Die Organe dieser geklonten Schweine, so hofft die Firma, könnten vielleicht auf den Menschen übertragen werden, ohne dass Abstoßungsreaktionen auftreten. Daher will die Firma zunächst mit Versuchen beginnen, b-Zellen des Pancreas der geklonten Schweine auf den Menschen zu übertragen,
und zu versuchen auf diese Weise Diabetes zu heilen.
Kommentar: Es wurde nur eines der beiden homologen Gene ausgeschaltet. Daher kann immer noch eine heftige Abwehrreaktion auftreten. Außerdem können natürlich auch andere Antigene Abwehrreaktionen auslösen. Die Abwehrreaktion, die erst nach Tagen durch Antikörper, einwandernde Makrophagen und natürliche Killerzellen einsetzt, ist damit sowieso nicht unterbunden. Auch die T-Zell-Abwehrreaktion wird nicht durch die Galactose ausgelöst, so dass diese auch weiterhin (chronische Rejektion über Monate) eintreten wird.
Man muss zusätzlich bedenken, dass durch die Transplantation von artfremden Gewebe eventuell Viren, die im Erbgut der Art integriert sind, von der das Gewebe stammt, mitübertragen werden. Diese Viren könnten für die Art selbst harmlos sein, beim Menschen aber vielleicht virulent werden. Daher sind solche Versuche sehr problematisch und nicht ungefährlich in meinen Augen.
Also viel Wind um einen sehr fraglichen "Fortschritt". Autor: Helmut Hupfeld
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